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Schule am Haus Langendreer:

„Auftritt Beruf“ ein voller Erfolg

haus_laBei der Förderung behinderter Jugendlicher für das Berufsleben geht die Schule am Haus Langendreer zusammen mit Theaterpädagogen neue Wege.
In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit haben es gerade die Schwächsten und Benachteiligten besonders schwer einen Ausbildungsplatz oder eine Anstellung zu finden. Dies trifft in besonderem Maße auf behinderte Schülerinnen und Schüler zu. Doch damit möchte sich die Berufsförderung an der Schule am Haus Langendreer in Bochum-Langendreer nicht abfinden. Ziel ist es hier, durch besondere Fördermaßahmen die Startvoraussetzungen ihrer Schulabgänger  wesentlich zu verbessern.
Doch dieser Workshop war jetzt etwas ganz Besonderes. Zusammen mit zwei Theaterpädagogen erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung zwei Tage lang eine ganz andere Art der Berufsvorbereitung. „Der Schwerpunkt beim Thema Berufswahlorientierung lag bei der Bearbeitung sehr persönlicher Fragestellungen im Zusammenhang des bevorstehenden beruflichen Werdegangs. So erprobten sich die Schüler im Rollenspiel in den Situationen, die sie als große Herausforderung erlebten, wie das Präsentieren ihrer Stärken oder das Umgehen mit Kritik“, ebenso wurde das Halten und Aushalten von Blickkontakt geübt, fasst  Theaterpädagoge Andreas Schmied zusammen. Die Jugendlichen waren an den beiden Workshoptagen mit großer Begeisterung bei der Sache und konnten viele wertvolle Erfahrungen für zukünftige berufliche Situationen sammeln. Die große Bereitschaft und hohe Motivation seitens der Schüler war wirklich bemerkenswert und auch den Schauspielern hat die Arbeit mit den Jugendlichen sichtlich Spaß gemacht“, ergänzen die Berufswahlkoordinatorinnen der Schule, Ute Maiwald und Bärbel Sowa.
Finanziert wird diese Maßnahme von der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen, der Bundesagentur für Arbeit und dem nordrheinwestfälischen Ministerium für Schule und Weiterbildung im Rahmen des Projekts „Zukunft fördern - vertiefte Berufsorientierung gestalten“. Finanziell unterstützt wird das Projekt durch das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein Westfalen und den Europäischen Sozialfond. Durchgeführt wurde das Theaterprojekt von der RAA, der regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien.
An der Schule am Haus Langendreer wird man sich bemühen, dass in Zukunft weitere „Auftritte“ folgen und auch die Schulabsolventen der nächsten Jahre ihr Selbstbewusstsein stärken und ihre Chancen für die Zeit nach der Schule verbessern können. Oder wie es der sechzehnjährige Luis aus der Klasse 10 ausdrückt: „Das war super, die können wiederkommen.“

Bärbel Sowa