Willi Wachsam:
Die nachhaltige Baustelle
Eigentlich hat man sich schon dran gewöhnt, oder? Mal steht der Bagger hier, am nächsten Tag da. Die neuen Rohre stapeln sich, Haufen an Schotter und Kies, an Sand und Pflastersteinen säumen den Weg. Dann gibt’s eine neue Grube – doch da fällt einem ein, dass die schon mal geöffnet war. Verwirrt, irritiert und voller Fragen geht man seines Wegs - und das schon seit über einem Jahr.
Der aufmerksame Langendreerer Mitmensch weiß schon, wovon die Rede ist, nämlich von den Arbeiten der Stadtwerke Bochum im Bereich Alte Bahnhofstraße/Markt bis Amt.
Die DORFPOSTILLE hatte schon im letzten Jahr Kontakt zu den Verantwortlichen aufgenommen, weil wir uns um den Weihnachtsmarkt sorgten, der im Baustellengebiet stattfinden sollte. Und er fand statt – dank der Flexibilität der Stadtwerkeleute, die die Baustelle räumen ließen, um Platz für den Weihnachtsmarkt zu schaffen.
Am 12. Juli dieses Jahres machen wir uns aber bereits wieder Gedanken um den nächstenWeihnachtsmarkt im Dorf – und die Baustelle gibt’s immer noch! Wir nahmen wieder Kontakt auf und sprachen mit dem freundlichen Herrn Schaffer von denStadtwerken. Hier also einige Infos zum besseren Verständnis der Baustellenentwicklung: Verlegt werden neue Rohre für Gas und Wasser und neue Leitungen für Strom plus einerGlasfaserleitung. Um eine Vollsperrung der Bauzone mit Rücksicht auf Geschäftsleute und andere Anlieger zu vermeiden, wird in Abschnitten gearbeitet. Zuerst wird ein Stück Hauptleitung gelegt – jeweils für Gas, Wasser und Strom. Dann wird die Grube provisorisch geschlossen, damit wieder geparkt und gelaufen werden kann. Die Gas- und Wasserleitung wird einer Druckprobe unterzogen und wenn diese bei Wasser in Ordnung ist, wird im Anschluss eine Keimprobe entnommen. Fallen diese Proben positiv aus, kann die Gas- und Wasserleitung in Betrieb genommen werden. Danach wird die Grube wieder geöffnet, um die Hausanschlüsse mit den neu verlegten Hauptleitungen zu verbinden. Das alles zieht sich natürlich zeitlich in die Länge. Ein weiterer Grund für diese Länge lag aber auch in der Insolvenz der ersten beauftragten Firma. Eine neue musste erst gefunden und dann eingewiesen werden. Während der gesamten Zeit galt es überdies sicher zu stellen, dass es möglichst keine Unterbrechungen bei der Lieferung von Gas, Wasser und Strom an die Anlieger gibt. Wenn es zu einer Unterbrechung kam, so wurde sie rechtzeitig angekündigt.
Und: Ende Juli (2011!) soll die Baumaßnahme beendet sein.
Viel Glück wünscht die DORFPOSTILLE ! Willi Wachsam
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