Wandern in Langendreer, Stockum und Düren
In der letzten DOPO stand etwas über ein Naturparadies im Osten, nämlich die Schönheiten rund um den Ümminger See. Während der Ümminger See am westlichen Rand Langen- dreers liegt, führt uns der heutige Ausflugstipp in die entgegengesetzte Richtung. Dort, wo Dortmund und Witten angrenzen, verläuft auf Langendreerer Gebiet ein Rundwanderweg mit der Bezeichnung „A 1“. Zwar umrundet er hauptsächlich Stockum, jedoch gehörten die Dörfer Stockum und Düren schließlich bis 1929 zum Amt Langendreer.
Schon damals verbrachten die Langendreerer Bürger gern ihre Freizeit dort. In Düren gab es in den dreißiger bis fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts das wohl bekannteste Ausflugslokal der Region, die „Dürener Schweiz“. Musik und Tanz sowie in der Ferienzeit Kinderfeste lockten die Gäste in Scharen an. Noch heute ist das Gebäude in einer Talsenke an derEcke Dürener Straße/Mühlenstraße zu sehen. Die sanfte Hügellandschaft mit kleinen Waldstücken und großen Feldern lädt nach wie vor zum Wandern mit Weitblick ein. Aus Langendreer kommend ist die an der Oberstraße liegende Haltestelle „Siebenplaneten“ der Linie 369 der geeignete Ausgangspunkt. Bei der Anfahrt mit dem Auto steht in der nach der früheren Zeche Siebenplaneten benannten Straße ausreichend Parkraum zur Verfügung. Wenn man der genannten Straße in Richtung Ortsausgang folgt, findet man spätestens an der Einmündung in die Dürener Straße die erste Wanderwegmarkierung „A 1“, die die gesamte Strecke von ca. 12 km kennzeichnet, jedoch manchmal bei der Suche nach dem Wanderzeichen an Bäumen oder Masten etwas Kombinationsgabe erfordert. Wenige Meter links der Einmündung zweigt der Feld- und Waldweg ab, der durch das Dürener Tal führt. Dort fließt der Bach „Dünnebecke“. Nach einer kleinen Brücke führt der Weg am Waldrand entlang mit Blick auf die rechts gelegenen Wiesen. Am Ende ist ein kurzer, aber steiler Aufstieg erforderlich. Dort befindet sich die Mühlenstraße, der nach links zu folgen ist. Nach einigen hundert Metern wird eine Querstraße erreicht. Jenseits der Straße setzt sich der Weg durch Feld und (Dorney-)Wald fort. Schließlich tangiert man den Dortmunder Stadtteil Oespel und dort das Dortmunder Jugenddorf. Nach dem Jugenddorf wird die Wanderung über den Muschelweg und die Dorneystraße fortgesetzt. In einer Kurve der Dorneystraße geht es dann geradeaus über einen Waldweg weiter. Das letzte Stück vor Erreichen der Ewald-Görshop-Straße führt durch die Siedlung „Am Oespeler Dorney“. Rechts abbiegend in die Ewald-Görshop-Straße sind ein paar hundert Meter entlang der nicht sehr stark befahrenen Landstraße zu bewältigen. An deren Ende ist die Universitätsstraße (Fortsetzung der aus Langendreer kommenden Hörder Straße) zu überqueren. Die freien Felder sind nun wieder erreicht.
Die Umrundung des Stadtteils Stockum wird über die Straßen „Tiefendorf“ und „Heuweg“ fortgesetzt. Letzterer führt bis ins Stockumer Zentrum zur Pferdebachstraße. Der Pferde-bachstraße folgend verlässt man auf der rechten Seite die Stockumer Wohngebiete über einen kombinierten Fuß- und Radweg. Im weiteren Verlauf bietet der Feld- und Waldweg „Am Steinberg“ einen sehr schönen Fernblick auf Langendreer und die umliegenden Felder, bis die Hörder Straße diesen Teil des Weges beendet. Nach dem Überqueren der Straße und Passieren der Brücke über den ehemaligen „Rheinischen Esel“ und künftigen Rad-/Fußweg von Langendreer über Witten nach Dortmund-Lüttringhausen sind wir wieder in Langendreer. Der nach der Brücke nach rechts abzweigende Weg führt nicht nur zu dem dortigen Ponyhof, sondern im weiteren Verlauf auch durch das Wäldchen „Im Siepen“ zurück zum Ausgangspunkt an der Straße „Siebenplaneten“.
Für den Weg, der in besonderer Weise das „grüne Ruhrgebiet“ veranschaulicht, sollten rund vier Stunden Wanderzeit einkalkuliert werden. Mit Pausen und/oder einem Picknick wird eine Halbtagswanderung daraus.
Große Teile der Strecke sind auch für Radfahrer geeignet. Viel Spaß bei der Stadtranderholung! WR
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