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Langendreerer Festtage:

50 Jahre Siedlung Brundelstraße

brundelstr_1Und der Geburtstag wurde entsprechend gefeiert – beginnend mit dem Kinderprogramm am Nachmittag des sonnigen  Spätsommersamstags am  4. September: Da konnten sich die Kleinen im Bogenschießen auf der benachbarten Anlage üben, das Spielmobil vom Stadtsportbund lieferte sportlich-spielerische Abwechslung, die Hüpfburg wurde natürlich stark behoppst und auch die Löschübungen mit der Feuerwehr ließen die Kinder jauchzen. Entspannend war da die Gesichtsbemalung, die man sich gern gefallen ließ. Dazu gab’s – nicht nur für die Kleinen – Kuchen und Kaffee aus der Nachbarschaft, gespendet natürlich, wie es üblich ist bei den Siedlungsfesten, die seit 1990 regelmäßig von den 14 Siedlerfamilien organisiert werden und den Zusammenhalt untereinander, aber auch mit der oberdörflichen Nachbarschaft in Langendreer fördern.
1960 also entstand die Siedlung, die sich vom Straßenbeginn an der Oberstraße bis zur Linkskurve an der angrenzenden Bogenschießanlage geradlinig erstreckt und seinerzeit von der Zeche Bruchstraße ( heute Opelgelände) kinderreichen Familien als Eigentum angeboten wurde, deren Väter auf eben dieser Zeche arbeiteten.
Damit war das Ende dieser Feld- und Wiesenlandschaft an der Oberstraße besiegelt – und bald schon entstanden an den Siedlungshäusern diverse An- und Ausbauten, die heute bei den Siedlungsfesten in die Infrastruktur der brundelstr_4Festgestaltung z.T. einbezogen werden. Da kann man also unterm Dach eines Carports vom Regen geschützt seinen Kuchen schleckern, am Tisch in der Einfahrt dem Salat und der Bratwurst seine Aufmerksamkeit schenken und schließlich darf man auch private Toiletten benutzen.
Einer der Gründerväter des traditionellen Siedlungsfestes, Norbert Büscher, tritt dann mit seiner Rock-Band „Gypsies“ auf, die längst in der Region für ihre rockigen Oldies bekannt ist und entsprechend zu vielfältigen Anlässen gebucht wird. So auch beim 50. Geburtstag.
Mit zunehmender Dunkelheit nahm auch die Stimmung in der Brundelstraße zu – nicht nur wegen der Dunkelheit. Da wurde lautstark zu den Liedern von Stones und Beatles mitgesungen, das Pflaster wurde betanzt und mancher beließ es auch nur beim Hüftschwung an der Bierstandtheke – das Grillkotelett behutsam balancierend.


Und zum 50.Geburtstag gab’s dann um 22 Uhr das Feuerwerk – und das war vom Feinsten: Minutenlang schossen die Raketen in den Nachthimmel, verzauberten die Dunkelheit mit Strömen bunter Sterne, zerplatzten zu farbenprächtigen Mustern, die die staunenden Geburtstagsgäste verzückten.




brundelstr_2Und dann die überdimensionale, hell leuchtende 50, die allmählich verglühte und nicht wenige Besucherinnen und Besucher vor Rührung schlucken ließ. So was hatte man an der Brundelstraße noch nicht erlebt.
Und so waren auch alle Beteiligten und Verantwortlichen mehr als zufrieden mit dieser Geburtstagsfeier, die sobald nicht vergessen wird.
pawimö