Das Bo-Ost Frühlingsereignis im 
Kulturhauptstadtjahr:
Kunstmeile Langendreer 2010
Wie sagte Kulturdezernent Townsend in seinem Eröffnungsbeitrag am 24. April vor dem Amtshaus so treffend sinngemäß: Diese Veranstaltung treffe punktgenau das Konzept, das der Idee der europäischen Kulturhauptstadt entspreche: Nicht nur die kulturellen Großereignisse in den Schauspielhäusern, Museen und Arenen des Ruhrgebiets geben Ausdruck von der Vielfalt und Qualität von Kultur in unserer Region, sondern auch und besonders Veranstaltungen wie die Langendreerer Kunstmeile, die an der Basis öffentlichen Lebens, im Alltag der Bevölkerung die Begegnung mit Kunst ermögliche. Und so fanden bis zum 15. Mai tagtäglich Begegnungen mit Kunst und Künstlern in Langendreer statt: 55 Künstlerinnen und Künstler – davon mehr als die Hälfte aus Bo-Ost – stellten in 46 Geschäften und öffentlichen Einrichtungen ihre Kunstobjekte aus.
Da konnte man vor und nach dem Vollzug der neuen Kurzhaarfrisur im Salon Carow die großflächigen farbenprächtigen Acrylbilder des Kubaners Campana Ochoa betrachten, sich im Bahnhof Langendreer nach der Spaghettimahlzeit von den Ölbaum-Fotografien der Bonner Künstlerin Mechthild Boland einfangen lassen, in der Casa Mia am Alten Bahnhof den Glasperlenschmuck von Elke Lütgerhorst erwerben, in der Bücherstube Lesezeichen an der Hauptstraße die Skulpturen von Änny Pötter bewundern und im Passe Partout die originellen Kunstobjekte des Geschäftsmanns und Künstlers Michael Ruppert in Augenschein nehmen. Im Leerstand Neue Apotheke erfreuten sich die Passanten an der Farbenpracht der Bilder von Manfred Godehardt und den Wandmalereien von Karsten Conrad. (Leerstände kunstvoll nutzen – bis zur nächsten Vermietung! Das wär doch was! Rührt euch – Vermieter und Künstler!) Und dann noch das Drumherum: die in praller Frühlingssonne am 24. April stattfindende Eröffnungsfeier vor dem Amtshaus mit den harten Klängen der Herois und den Fanfaren des Trompetenquartetts der Bochumer Musikschule, den Redebeiträgen des Bezirksbürgermeisters und der Organisatoren, mit der Vorstellung des Kunstmeilen-T-Shirts und des Langendreer-Posters „Der Langendreerer“ von Jörg Krombach, etliche Veranstaltungen von Künstlerinnen und Künstlern während der Ausstellungswochen an den Kunstorten – aufmerksam begleitet und vorgestellt von dem WAZ-Team um Eberhard Franken. Dass verschiedene Hölzer auch unterschiedlich riechen, erfuhren Kinder beim Besuch der Park Apotheke unter Anleitung der Skulpturenkünstlerin Lisa Peterkord – und welche Mühe es macht, aus Stein Figuren zu meißeln, zeigte anschaulich Rene Schuster im Blumenhaus Mesenich und beim Kunsthandwerkermarkt am Stern. Und schließlich nicht zählbare Gespräche über Kunst, ihren Wert, ihren Anspruch, ihre Qualität vor den z.T. pittoresken Schaufenstern und in den Geschäften zwischen Passanten, Besuchern und Ausstellern. Dass diese ganze Aktion ohne jegliche öffentliche Fördergelder, sondern ausschließlich durch die 10€-Gebühren jedes Teilnehmers durchgeführt werden konnte, sollte nicht unerwähnt bleiben. Waren beim abschließenden und bilanzierenden Nachgespräch zur Kunstmeile im Ev. Gemeindehaus an der Alten Bahnhofstr. 28 zwar nur knapp 20 der insgesamt 101 Teilnehmer/innen anwesend, so war man sich doch einig, dass es nicht bei dieser ersten Kunstmeile Langendreer bleiben muss: Die zweite Kunstmeile Langendreer sollte stattfinden – wann auch immer! Die DOPO, aus deren Dunstkreis die Projektidee stammt, bittet hiermit ihre Leserinnen und Leser ihre Meinungen zur 1. Kunstmeile der Redaktion mitzuteilen. Die Beiträge werden wir gern in der nächsten DOPO dokumentieren. pawimö
Rückblicke:


 
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