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Auch in Langendreer:

Büro für angewandte Geowissenschaften (BAG)

 Vielleicht ist Ihnen in einer unserer Ausgaben schon mal die Anzeige dieses Büros aufgefallen und Sie haben sich gefragt: Was machen diese Leute eigentlich?
Auch uns hat dies interessiert und so haben wir den Kontakt mit Peter und Dirk Quensel gesucht und einmal nachgefragt, was denn solch ein Büro so macht. Und die Aufgaben sind wirklich vielfältig, wie beide sehr anschaulich berichten konnten.
Im Laufe der Zeiten haben sich viele Vorschriften geändert, bevor gebaut oder gepflanzt werden kann. Wer bauen möchte, muss sich im Vorfeld z.B. über die Beschaffenheit des Baugrundes informieren, gerade auch in einer Region, die durch den Bergbau unterhölt ist wie ein Schweizer Käse. Ist der Boden sicher oder droht Gefahr durch ehemalige Stollen, die vielleicht gar nicht oder schlecht verfüllt sind? Gibt es Wasserläufe? Diese und viele Fragen mehr stellen sich und sollen oder müssen geklärt werden, bevor der erste Spatenstich erfolgt.
Aber auch Fragen und Risiken, die z.B. im Zusammenhang mit ehemaligen Mülldeponien oder anderen schadstoffbelasteten Böden entstehen, werden im Bereich der Geowissenschaften und Ingenieurwissenschaften abgeklärt. Bleiben wir beim Beispiel der Mülldeponie. Es wird beschlossen, eine solche zu schließen und zu begrünen. Doch ganz so einfach geht es dann doch nicht. Erst muss untersucht werden, was denn so alles in dem Boden steckt, bevor Entscheidungen getroffen werden können, was in Zukunft damit geschehen soll. Viele von Ihnen kennen sicherlich noch die vielen Berichte in den Zeitungen über den Bereich rund um den Heimelsberg und die Altlasten dieser Deponie oder über die dortige ehemalige Tierverwertungsanlage. Kann man, darf man dort Grünflachen errichten, evtl. neu bauen, ja vielleicht Obst und Gemüse pflanzen? Dies und viele Fragen mehr sind es, mit denen sich Peter und Dirk Quensel beschäftigen und Gutachten erstellen. Die Beschaffenheit des Bodens zu untersuchen, bevor z.B. an vielbefahrenen Straßen und Autobahnen gepflanzt wird, kann auch helfen eine Menge Kosten in Städten und Gemeinden zu sparen. Denn nicht alles wächst überall.
Sie sehen, die Aufgaben sind vielfältig und z.T. durch Gesetze und Vorschriften, die keiner außer Acht lassen darf, aber auch durch wirtschaftliche und private Interessen geprägt. Doch der Beruf ist für Peter Quensel auch Hobby. Denn auf zahllosen Karten und Skizzen kann man sich über die geologische Beschaffenheit und Entwicklung unserer Gegend informieren. Und er hat zu unserem und den umliegenden Stadtteilen vieles gesammelt und könnte auch sicher viel berichten, z.B. über den Bergbau und dessen Folgen, die Flüsse und Bäche unserer Region und die Auswirkungen, die z.B. Känale hinterlassen, wenn man der Natur ins Handwerk pfuscht. Es gäbe also jede Menge Spannendes zu berichten. Vielleicht lesen Sie davon in einer unserer nächsten Ausgaben.
GK