Leserbrief:
Der Ümminger See ist und bleibt ein Sorgenkind
Zunächst einmal herzlichen Dank für die zahlreichen Zuschriften und Anregungen auf meinen letzten Leserbrief in der DORFPOSTILLE. Ich habe mich sehr darüber gefreut, so viel Interesse gefunden zu haben. Leider kann aufgrund der leeren Kassen und der daraus erforderlichen Kostenersparnis in diesem Jahr nichts mehr am See instand gesetzt werden. Dafür soll aber im nächsten Jahr der See umgestaltet und alle Rad- und Gehwege sollen erneuert werden. Das ist schon ein kleiner Erfolg. Vielleicht ist es Ihnen schon aufgefallen: Wir haben ein neues Schild am See: "Rad- und Rollstuhlfahrer bitte wegen Treppenanlage Weg benutzen" (Pfeil zeigt nach rechts) Der links weiter führende Weg war für alle Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Fußgänger mit Gehhilfen eine Falle, denn am Ende dieses Weges befindet sich eine Mauer. Als ich das bemerkte, habe ich die Stadt Bochum angerufen und darauf hingewiesen. Kurze Zeit später wurde dort eben das neue Schild angebracht. Ich danke den Damen im Zimmer 111 des Rathauses für deren Hilfe und Weiterleitung meiner Beschwerden. Ich kann Ihnen eine weitere erfreuliche Mitteilung machen: Die Brücke am Suntums Hof wird nicht abgerissen. "Hurra!" Es hat schon sehr viel Mühe gekostet, die zuständigen Leute davon zu überzeugen, dass diese Brücke ebenso zum Ümminger See gehört wie der Eiffelturm zu Paris. Bei der Bezirksvertretungssitzung am 10.9.2009, bei der ich auch anwesend war, gehörte die Brücke auch zu den Tagesordnungspunkten. Als ich den Sitzungssaal betrat, wurde ich von Herrn Waldera (CDU) in einem scharfen Ton angesprochen; "Frau Wieneke, wie haben Sie das denn geschafft, dass die Brücke nicht abgerissen wird? Übernehmen Sie dafür die Instandhaltungskosten in Höhe von 8000€ pro Jahr oder haben Sie der SPD etwas zugeschoben?" Ich finde es schon heftig, so angegriffen zu werden. Trotz alledem lasse ich mir den Mut nicht nehmen und kämpfe weiter für einen schönen Ümminger See für uns alle! Ihre Margarete Wieneke (Anmerkung der Redaktion: Im Gespräch mit Bezirksbürgermeister Norbert Busche wies dieser auf unsere Nachfrage darauf hin, dass erstens lediglich zwei Pfosten vor und hinter der Brücke das Befahren derselben durch Fahrzeuge verhindern sollen, dass zweitens kleinere Reparaturen der Brücke anstehen mit ca. 1000€ Kosten und dass drittens der Substanzerhalt der Brücke pro Jahr etwa 1000€ kosten würde. Von 8000€ könne also überhaupt nicht die Rede sein und ein Abriss stehe gar nicht zur Debatte.)
|