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Wer wagt, gewinnt?

Zwei Langendreererinnen mit Mut zum Risiko

"Ruhrpunzel" Da ist einmal Lara Tuschewski, die seit gut einem Jahr im Oberdorf wohnt. Geboren in Werne an der Müserstraße, nach schulischer Bildung an der Willy Brandt-Gesamtschule, nach fachlicher Ausbildung zur Floristin arbeitete Lara T. u.a. bei "Blumen von Marlene" in der Innenstadt und auch am Wochenmarkt in Langendreer. Immer, wenn sie ihre Schwester am Alten Bahnhof besuchte, fiel ihr seit geraumer Zeit der kleine Laden an der Hohen Eiche 12 direkt am "Stern" auf, der - wie sich später herausstellte - laraeinem jungen Mann als Lager diente, der - welch glücklicher Zufall - zum neuen Mitbewohner in ihrer Wohngemeinschaft wurde. Da entstand die Idee, den Laden anders zu nutzen, da der Mitbewohner den Lagerraum nicht mehr brauchte. Und da Lara T. momentan ohne feste Anstellung war, entschied sie - motiviert durch Freunde und Bekannte - einen eigenen Laden aufzumachen - als Nebengewerbe. Schnell war ihr klar, was sie der Kundschaft anbieten würde: saisonale Floristik aus der Region auf jeden Fall, was bedeutet, dass sie ihre floristischen Angebote von der Jahreszeit abhängig macht und nur Pflanzen aus der Region verarbeiten will. Also, keine Billigtulpen aus Holland oder gar Kolumbien, die massenhaft mit Pflanzenschutzmitteln Kontakt hatten und mit entsprechender Kerosinspur über den Atlantik geflogen wurden. Verarbeitet werden nur natürliche Materialien. Über dieses Kernangebot hinaus will Lara T. an den Feiertagen orientierte Floristik anbieten, also passend zum Weihnachtsfest, zu Ostern, zum Muttertag, aber auch zu Hochzeiten und vergleichbaren Anlässen. Zum Angebot gehören schließlich auch kunsthandwerkliche Produkte von regionalen und bundesweiten Künstlern, wie z.B. Keramik von Katja Langer (KL-Keramik), die mit ihrem Geschirr mit Rosendekor auch beim Höntroper Töpfermarkt schon lange bekannt ist. Darüber hinaus will Lara T. auch selbst gemachte Textilien, wie z.B. Taschen, Kissen, Tabakbeutel und Lavendelsäckchen verkaufen und vielleicht später auch Produkte aus dem Gebiet der Malerei und Holz- und Drechselarbeiten (Öffnungszeiten: Di., Do., Fr. 10-13 und 15-18 Uhr, Sa. 10-14, Mo. und Mi. Ruhetag). Bleibt nur zu hoffen, dass ihr Tatendrang, der im Gespräch mit der DOPO offensichtlich wurde, ungebremst anhält und mit ihrem "Ruhrpunzel" der Alte Bahnhof ein neues Glied in seiner Angebotskette erhält, das Zukunft hat. Lara T. wagt es mit ihrem kleinen Laden - wir wünschen ihr, dass sie gewinnt.

"Ralannika"

Und da ist Annika Greb, wohnend am Alten Bahnhof und dort besonders bekannt durch ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Ev. Lutherkirchengemeinde, wo auch ihre Eltern mit dem "Literaturcafe" und anschließendem "Dämmerschoppen" an Freitagnachmittagen die Menschen kulturell beglücken. Geboren wurde Annika G. allerdings im Dorf an der Elsterstraße vor 27 Jahren, machte ihr Abitur am Lessing-Gymnasium und studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Film- und Fernsehwissenschaften bis zum Magisterabschluss. Angesichts der z. Zt. eher annikagrebbegrenzten Möglichkeiten eines beruflichen Einstiegs, aber auch angesichts ihrer in den letzten Jahren gewachsenen Leidenschaft für textil-handwerkliche Tätigkeiten wurde ihr Wunsch nach Eröffnung eines eigenen Ladens, wo sie ihre handgefertigten Produkte verkaufen könnte, immer größer. Und jetzt ist es soweit! In diesen Tagen eröffnet sie "Ralannika" an der Alten Bahnhofstr. 17. "Ralannika"? Als Freundin von Fantasy- Spielen nannte sie ihren Charakter einst "Rala", der nun mit ihrer realen Identität dem Laden seinen Namen gibt. Dass auch Fantasy-Kostüme mal zu ihrem Textilangebot gehören könnten, kann sich Annika G. vorstellen, doch hauptsächlich gibt es andere "Unikate aus Stoff", so z.B. Krabbeldecken für Kinder, Handtaschen, Lap-Top-Taschen, Anziehsachen, Stulpen, Schals, Kinderkleidung aus natürlichen Materialien und "Meitais", klassische asiatische Kindertragen. Als Material verwendet sie Wolle, Baumwolle, Seide, Samt, Cord, Jeansstoffe. Die Öffnungszeiten werden ‚dorfüblich' sein, ihre Teilnahme am 5. Weihnachtsmarkt im Dorf am 5.12.09 ist zugesagt und sie wird auch beim Projekt "Kunstmeile Langendreer 2010" (s. auch S. 6) dabei sein. Wünschen wir auch Annika Greb viel Glück bei ihrem mutigen Einstieg in die Selbstständigkeit.
pawimö
 
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Inhalt

Liebe Leserinnen, liebe Leser
Anzeigenformate
Hier gibt’s die DOPO

Langendreer
Weihnachtsmarkt im Dorf
Kunstmeile Langendreer - 2010
Willi Wachsam: Mein Jahresrückblick
Dienstältester Bezirksbürgermeister in Deutschland?
Leserbrief: Der Ümminger See ist und bleibt ein Sorgenkind
Koalitionsvertrag unterschrieben
Leserbrief zu "Tretminen", DOPO 111: Hundedreck
Neues vom Alten Bahnhof
"Cheese"- Cafe am Stern: Fair & frisch auf den Tisch
Der Dorfmeister
Zwei Langendreererinnen mit Mut zum Risiko: „Ruhrpunzel“
Wohnen mit Demenz
Das BuntStift - Ein Projekt macht Fortschritte
Großes Schulfest zum 50. Geburtstag
Von Beach bis Balkonien - Schülerhilfe sucht kreative Urlaubs-Fotostories!
Viermal Deutscher Meister aus Langendreer!
STRATABU zur 310: 11/2009
Ein Sportverein , der sich der Tradition und der Zukunft verpflichtet fühlt.
Ein erfolgreiches Jahr für Samurai Bochum
1. Literaturbasar im „Landau“
Eine richtige Antwort: Stupa und Lama
Internetportal für Langendreer: Langendreer ist nett

Bochum, das Ruhrgebiet und die Welt
Buchbesprechung: "Kopfzerbrechen…"
Das DOPO-Menü: Weihnachtsmenü
Die Weinkolumne: Prosecco - Champagner fürs Volk?
Nach der Bundestagswahl: Jetzt haben wir den Salat!
Soziale Marktwirtschaft?
Atomausstieg
Wird Bochum nach der Kommunalwahl endlich "fahrradfreundlich"?
ABACUS-Nachhilfeinstitut feiert 10jähriges Jubiläum
Recht: historisch
Microsoft 7™…Fluch oder endlich weg von Vista™ ?
Der Schutzmann auf Streife
Gedicht: Engel
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