Liebe Leserinnen, liebe Leser,
es ist fast peinlich, angesichts der globalen, europäischen und bundesdeutschen Wirtschaftskrise, die letztlich diejenigen am härtesten trifft, die eh nicht viel zu beißen haben (s. auch Willi Wachsams Jahresrückblick auf S. 7), auf die komfortable Situation unserer DORFPOSTILLE zu verweisen. Aber warum sollen wir unser Licht unter den Scheffel stellen (vgl.auch Matthäus-Evangelium 5,15)? Nehmen wir doch den status quo unserer DOPO als "Licht in der Finsternis" - was ja durchaus zur vorweihnachtlichen Stimmung passt: Uns geht es gut! Mitarbeiteraufschwung (s. Impressum), ein weiter sich vergrößerndes Anzeigenvolumen - die DOPO blüht, auch im kalten Wintermit seinen langen Nächten. Nehmen Sie teil an unserer erfreulichen Lage, studieren Sie die Seiten, beglücken Sie unsere Anzeigenkunden mit Ihren Weihnachtseinkäufen - auch kleine Geschenke erhalten die Freundschaft - und genießen Sie die bunte DORFPOSTILLEN-Welt in der 112.Ausgabe! Alles, was Menschen bewegt oder bewegen sollte, kommt vor: Energie und Klima, Wirtschaft und Politik, Kunst und Literatur - und besonders: Langendreer. Besuchen Sie uns am 5. Dezember beim 5. Weihnachtsmarkt im Dorf zum anregenden Plausch. Es darf auch gestritten werden! Ein frohes und friedliches Weihnachtsfest und ein hoffentlich glückliches neues Jahr - so schwer es auch werden kann - wünscht Ihnen die DOPO-Redaktion |
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Inhalt
Liebe Leserinnen, liebe Leser Impressum Anzeigenformate Hier gibt’s die DOPO
Langendreer Weihnachtsmarkt im Dorf Kunstmeile Langendreer - 2010 Willi Wachsam: Mein Jahresrückblick Dienstältester Bezirksbürgermeister in Deutschland? Leserbrief: Der Ümminger See ist und bleibt ein Sorgenkind Koalitionsvertrag unterschrieben Leserbrief zu "Tretminen", DOPO 111: Hundedreck Neues vom Alten Bahnhof "Cheese"- Cafe am Stern: Fair & frisch auf den Tisch Der Dorfmeister Zwei Langendreererinnen mit Mut zum Risiko: „Ruhrpunzel“ Wohnen mit Demenz Das BuntStift - Ein Projekt macht Fortschritte Großes Schulfest zum 50. Geburtstag Von Beach bis Balkonien - Schülerhilfe sucht kreative Urlaubs-Fotostories! Viermal Deutscher Meister aus Langendreer! STRATABU zur 310: 11/2009 Ein Sportverein , der sich der Tradition und der Zukunft verpflichtet fühlt. Ein erfolgreiches Jahr für Samurai Bochum 1. Literaturbasar im „Landau“ Eine richtige Antwort: Stupa und Lama Internetportal für Langendreer: Langendreer ist nett
Bochum, das Ruhrgebiet und die Welt Buchbesprechung: "Kopfzerbrechen…" Das DOPO-Menü: Weihnachtsmenü Die Weinkolumne: Prosecco - Champagner fürs Volk? Nach der Bundestagswahl: Jetzt haben wir den Salat! Soziale Marktwirtschaft? Atomausstieg Wird Bochum nach der Kommunalwahl endlich "fahrradfreundlich"? ABACUS-Nachhilfeinstitut feiert 10jähriges Jubiläum Recht: historisch Microsoft 7™…Fluch oder endlich weg von Vista™ ? Der Schutzmann auf Streife Gedicht: Engel Das Letzte… |
Zum fünften Mal:
Weihnachtsmarkt im Dorf
 Ein kleines Jubiläum kann also gefeiert werden, wenn am 5. Dezember 2009 wieder Tausende die Alte Bahnhofstraße zwischen Markt und Ovelacker Straße bevölkern werden - bei hoffentlich wieder passendem Marktwetter.Begann es 2005 mit 20 Ständen, so werden in diesem Jahr über 60 Angebote von Vereinen, Initiativen, öffentlichen Einrichtungen, Geschäfts- und Privatleuten präsentiert werden. Menge und Vielfalt sind also gewährleistet.Dazu gibt's ein buntes Programm: Kunstausstellungen von Jürgen Grosse und Lisa Peterkord, Zitherspiel von Gerhard Gebhardt (s.auch S. 29), Weihnachtsgeschichten von Pfr. Gisela Knemeyer, Turmbesichtigungen mit Horst Kiel in der Christuskirche und auf der Bühne draußen geben die Daffodiles und die Dorfmusikanten ihr Bestes. Und unterwegs ist wieder Friedhelm Bente mit seinem Trecker zur Freude der Kinder. Das Ganze findet von 11 bis 19 Uhr statt. In dieser Zeit kann man auch Tombolalose für je 1 € kaufen. Die Gewinne können dann später bei den Spendern abgeholt werden. Der Erlös der Weihnachtsmarkttombola, organisiertvon Jochen Platte vom Familienkreis der Ev. Kirchengemeinde, soll in diesem Jahr der DLRG, OV Langendreer-Werne, zukommen. Wir von der DOPO freuen uns natürlich auch wieder auf den Besuch unserer Leserinnen und Leser, für die wir an unserem Stand wieder T-Shirts, Kugelschreiber und Lichterketten bereit halten und natürlich noch etliche DOPO-Ausgaben des Jahres. Wir sehen uns am 5. Dezember! pawimö |
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Langendreers Beitrag zur Kulturhauptstadt:
Kunstmeile Langendreer - 2010
Die Aktion, bereits zweimal in den letzten DOPOs vorgestellt und angestoßen im Dunstkreis der DORFPOSTILLE von Pawimö und Michael Ruppert (passe partout), läuft auf vollen Touren. Aber der Reihe nach:
Da gab es ein erstes Treffen des Aktionskreisese Kunstmeile Langendreer - 2010 am 14. September, zu dem die Einladenden als auch Repräsentanten der Werbegemeinschaft Alter Bahnhof (Herr Koch und Herr Leimann), der Geschäftsleute aus dem Dorf (Frau Gimmerthal) und einige Küstlerinnen und Künstler aus Langendreer zugegen waren. Wesentliche Ergebnisse der ersten Sitzung im Ev. Gemeindehaus an der Alten Bahnhofstraße waren die Beschlüsse, die Aktion in Langendreer überhaupt durchzuführen (Künstler/innen stellen in Langendreerer Geschäften aus), die Verteilung weiterer Aufgaben (Künstler/innen und Geschäftsleute für das Projekt zu gewinnen)und einen Flyer zu erstellen, mit dessen Hilfe das Projekt vorgestellt und die Kunstausstellung wahrgenommen werden kann.
Beim zweiten Treffen am 14. Oktober im Vereinshaus von Langendreer 04 wurde es bereits konkreter. Über 30 Künstlerinnen, Künstler und Geschäftsleute hatten ihre Bereitschaft erklärt, an der Aktion teilzunehmen. Ein Name für den Aktionskreis und das Projekt wurde gefunden (Kunstmeile Langendreer - 2010), das Projekt sollte möglichst vielen Medien rechtzeitig vorgestellt werden, damit es möglicherweise noch in diversen Veranstaltungskalendern für das Kultuhauptstadtjahr 2010 bekannt gemacht wird. Schließlich will Künstler Robert Skodda vom TRIO Entwürfe für ein Projekt-LOGO vorbereiten.Beim nächsten Treffen am 14.Dezember sollen erste Zuordnungen von Künstlern und Geschäften erfolgen.
Die dreiwöchige Ausstellung soll vom 24. April bis zum 15. Mai 2010 in Langendreer stattfinden. Weitere Infos zum Stand der Entwicklung des Projekts kann man am DOPO-Stand beim Weihnachtsmarkt am 5. Dezember (s.auch S. 5) erhalten. Die ausführliche und präzise Vorstellung der Kunstaktion erfolgt u.a. in der nächsten DOPO im Frühling 2010.
pawimö |
Willi Wachsam:
Mein Jahresrückblick
Tja, Leute, wo soll man da anfangen? Beginnen wir mit der Weltlage und enden wir am Markt von Langendreer: 1. Die große Krise findet noch statt: Weltweit verschärft sich dadurch das Verhältnis zwischen Arm und Reich - auf beiden Seiten wachsen die Zahlen. Hungersnöten stehen Milliardenvergütungen für die gegenüber, die für diese Krise verantwortlich sind. Widersinniger kann sich die globale Weltunordnung nicht präsentieren. 2. Und jetzt wählt unser Volk CDU und FDP in die Regierung, Parteien also, die nach dem großen Krieg eben diese Wirtschaftsunordnung auch für Deutschland etablierten und sie auch weiterhin stabilisieren wollen - von einigen populistischen Korrekturen abgesehen. Im Koalitionspapier ist von einer Veränderung der Strukturen dieser Weltunordnung keine Rede Die Vergütungen für Bankmanager und die Bankengewinne fließen ja wieder in vertrauten Höhen. Was ist denn nur mit dem deutschen Wahlvolk los? Die Schafe wählen ihre Metzger. 3. In Deutschland steigt die Arbeitslosigkeit wieder an. Nicht nur Karstadt-, Quelle- und Opelmitarbeiter erleben Existenzkrisen, die öffentlichen Haushalte sind längst Pleite, ihr Schuldenstand kaum vorstellbar. 4. Auch Bochum hat ein neues Parlament - trotz einiger bedenklicher Entscheidungen z. B. Crossborder-Projekt und Schuldensteigerung) gibt's wieder Rot-Grün. Was tun in den nächsten Jahren bei der vertrackten Finanzlage? Der Vorschlag, z. B. Jugendfreizeitstätten zu schließen, kann nicht ernst gemeint sein angesichts der Meldungen von wachsender Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen und erzieherisch überforderten Elternhäusern. 5. Auch in Bo-Ost regiert wieder Rot-Grün und was der Bezirksbürgermeister im DOPO-Gespräch (s. S. 9) äußert, ist ja ganz in Ordnung. Aber die Angst der Opelaner und anderer von der Wirtschaftskrise Betroffener kann auch er ihnen nicht nehmen.
6. In Langendreer bemühten sich Politik und Geschäftsleute um den Erhalt vorhandener Arbeitsplätze. Dennoch kam es zu Geschäfts- und Betriebsschließungen einerseits, aber auch zu mutigen Neueröffnungen andererseits. Man denke z.B. an die "Marktbörse", an "Ralannika" (s. auch S. 21), an "Blattwerk" oder auch an die "Ruhrpunzel" (s . auch S. 21) und ans Cafe "Cheese" (s. auch S. 18) Und die Geschäftsleute am Alten Bahnhof und im Dorf bemühten sich um Aktionen zur Profilierung unseres Stadtteils durch Frühlings-, Sommer- und Herbstfeste. Was es mit dem "Marktfest" vor einigen Wochen nach einer Initiative eines einzelnen Geschäftsmanns auf sich hatte und was dabei an versprochenem Erlös für Langendreerer Grundschulen/Kindergärten herauskam, werden wir in der nächsten DOPO darstellen. Da besteht noch Klärungsbedarf! - Auch haben Vereine und Verbände wieder ihr Mögliches getan, um das Leben in Langendreer angenehm und attraktiv zu gestalten. - Wurden einerseits etliche Häuser nicht nur klimafreundlich eingedämmt, so entschieden sich auch immer mehr Eigentümer für mehr Farbe an den Fassaden. Langendreer wird bunt - nicht nur bevölkerungsmäßig! - Aber: Langendreer-Dorf verliert auch an Profil: Wieder fiel ein Fachwerkhaus - angeblich das älteste im Dorf - dem Bagger zum Opfer. Hatte sich der ehemalige Eigentümer nicht um Substanzerhaltung des Hauses aus dem 17. Jdt. gekümmert, so hatte der neue Eigentümer offensichtlich ebenso wenig Interesse daran. Der nächste Abbruch wartet - das Haus gegenüber an der Unterstraße! Und so weiter? Damit stirbt auch der Name unseres Stadtteils. Mit dem "Dorf" geht es zu Ende. 7. Jetzt aber der Blick in die Zukunft: Die 310 wird kommen - meint auch unser Bezirksbürgermeister - und die das Straßenbahnprojekt befürwortenden Parteien sind wieder gewählt worden. - Der Kirmesplatz an der Ovelacker Straße wird sein Gesicht verändern: Wohnbebauung! Dass hier wieder mehr Fläche versiegelt wird, ist das Eine. Dass hoffentlich noch mehr Menschen sich für Langendreer als Wohngebiet entscheiden, ist das positiv Andere. - Und dann noch diese Meldung aus der WAZ vom 14.10.09: Die ehemals "Rheinischer Esel" genannte Bahnstrecke, die u. a. Dortmund, Witten und Langendreer verband und seit Jahrzehnten von natürlichem Grün zusehends überwuchert wurde, wird zum Rad- und Wanderweg zurückgebaut! Das Stück zwischen Dortmund und Witten ist schon fertig: "Im Mai 2009 hat die Stadt Witten beschlossen, dass nun auch der westliche Teil des "Esels" von Witten-Mitte bis Langendreer zum Rad- und Wanderweg ausgebaut werden soll." Zur Klärung: Es handelt sich um die kaum noch zu erkennende Bahntrasse, die von der oberen Oberstraße gequert wird, am Krähenwald entlang führt und Richtung Witten schließlich von der Hörder Straße überquert wird. - Dann geht's demnächst von Langendreer direkt ins Ruhrtal hinab. Ist doch auch mal eine schöne Perspektive angesichts der täglichen Horrormeldungen, oder? Ein frohes Fest, guten Rutsch und viel Glück in 2010, das viele unter uns gebrauchen können, wünscht Ihnen Ihr Willi Wachsam. |
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